Psyche
Umgang mit Angehörigen

Leben mit Prostatakrebs

Was Sie wissen sollten:
  • 90 % der Erkrankten sind über 60 Jahre
  • 5-10 % der diagnostizierten Karzinome sind genetischen Ursprungs
  • Die Wahrscheinlichkeit der Todesursache Prostatakrebs bis zum 75. Lebensjahr liegt bei nur 3 %
  • Risikofaktoren sind Ernährungsgewohnheiten, vor allem der erhöhte Verzehr von tierischen Fetten und Vitaminmangel
  • Ethnografische Faktoren - bei Japanern ist das Risiko zu erkranken am geringsten, bei Afroamerikanern am höchsten – bei Änderung der Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten (Umzug in die USA oder nach Europa) gleicht sich das Risiko an
  • Seltenes Ejakulieren und geringe sexuelle Aktivität erhöhen das Risiko für Prostatakrebs


Ihre Lebensführung trägt entscheidend zum Therapieerfolg bei. Besonders bei der Hormontherapie ist Ihre Mitarbeit gefordert.

Osteoporose, Bluthochdruck, Diabetes, Muskelschwund und Fetteinlagerung besonders um die Körpermitte, sind ernst zu nehmende Nebenwirkungen einer Hormontherapie beim Prostatakrebs.

Sie als Patient können durch Ihre Lebensführung sehr viel dazu beitragen, diese Nebenwirkungen im Zaum zu halten. Es wurde ein Bewegungs- und Ernährungsprogramm unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Bertrand Tombal, Cliniques Universitaires Saint-Luc, Brüssel, entwickelt, das Sie dabei optimal unterstützt.


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Schonen Sie Ihre Nerven!

Nach der Diagnose stürmt eine Vielzahl von Gefühlen und Gedanken auf den Betroffenen ein. Alles bisher Gewohnte wird infrage gestellt und der Alltag mit dem Krebs zur großen Herausforderung. Und auch während der Behandlung leidet die Psyche mit. Wichtig ist, sich stets zu vergegenwärtigen, dass Prostatakrebs zu den Krebsarten mit den höchsten Überlebenschancen gehört.

Lassen Sie deshalb nicht zu, dass die Krankheit Oberhand gewinnt! Am besten beginnt man bereits in der Rehabilitation damit, das Leben mit der Krankheit zu lernen: Hier wird eine Vielzahl von Hilfestellungen dazu gegeben.

Wie Sie die Psyche stärken:
  • Beziehen Sie Ihre Partnerin / Ihren Partner mit ein
  • Holen Sie Informationen ein, Wissen baut Ängste ab
  • Lernen Sie z.B. durch ein kreatives Ventil mit Ihren Ängsten umzugehen
  • Bauen Sie unter Einbeziehung des sozialen Umfelds Anspannungen ab; etwa durch Entspannungstechniken
  • Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch und überbewerten Sie die Informationen aus dem Internet nicht!
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Es gibt ein Leben neben der Krankheit.

Die Diagnose Prostatakrebs stellt nicht nur Ihr Leben auf den Kopf, sondern auch das Ihrer Angehörigen und Freunde. Beziehen Sie diese unbedingt mit ein, denn sie werden Ihnen eine wertvolle Stütze sein! Die Familie, insbesondere die Partnerin oder der Partner, sollte, wo immer möglich, bereits an der Rehabilitation beteiligt sein.

Die Bedürfnisse der Angehörigen – vor allem aber der Partnerin oder des Partners – sollten bei aller Sorge um den Erkrankten nicht vernachlässigt werden. Insbesondere die Sexualität kann nach einer Prostataoperation ein Problem darstellen. Oftmals sind es die Frauen, die hierüber offener sprechen können. Die Krankheit kann also durchaus eine Chance für die Partnerschaft sein.

Wichtig:
  • Tabus brechen, sexuelle Probleme thematisieren
  • Auch an die Bedürfnisse der anderen denken
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